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Neues für Radtouristen in Burgund-Franche-Comté

PRESSEMITTEILUNG

Neues für Radtouristen in Burgund-Franche-Comté

Besançon (Frankreich), 21. April 2017.

Die französische Region Burgund-Franche-Comté bietet jetzt viel Neues für Radtouristen. Die erste „Voie Verte“ Frankreichs (Weg, der für motorisierten Verkehr gesperrt ist) feiert ihren 20. Geburtstag. Die neuen Radwege V50 und „Karl der Kühne“ werden immer beliebter. Der Eurovelo6 ist ein Bindeglied zwischen den ehemaligen Regionen Burgund und Franche-Comté und auf der GTM können sportliche Mountainbikefahrer die neuen E-Mountainbikes im regionalen Naturpark des Morvan testen. Diese Angebote kommen zum bekannten Radwegenetz der großen „Tour de Bourgogne“ hinzu und machen diese Region zu einem Paradies für Radtouristen in bukolischer Landschaft.

Die „Voie Verte“» (Weg, der für motorisierten Verkehr gesperrt ist) von Chalon-sur-Saône nach Mâcon in Südburgund, war die erste Ausführung dieser Art in ganz Frankreich. In diesem Jahr feiert sie ihren 20. Geburtstag. Die Landschaften, die dieser Radweg durchquert, werden von den markanten Felsen von Solutré, Pouilly und Vergisson beherrscht, die zu den herausragenden Natursehenswürdigkeiten Frankreichs zählen. Die Radstrecke bietet als Besonderheit die Durchfahrt eines ehemaligen Eisenbahntunnels. Zwei Teilstücke dieses Radweges haben jetzt das Gütesiegel für barrierefreien Tourismus.

 

Erst kürzlich wurden die Radwege „V50“ und „Karl der Kühne“ angelegt. Die V50 verbindet Luxemburg mit Lyon und folgt dabei hauptsächlich Flussläufen (Mosel, Kanal der Vogesen, Saône). Auf über 700 Kilometer führt die Strecke zu interessanten geschichtsträchtigen Orten und durch eindrucksvolle Landschaften. Noch historischer ist der Radweg „Karl der Kühne“, der es ermöglicht die Geschichte der Herzöge Burgunds zu entdecken.

 

Ein Bindeglied zwischen der ehemaligen Franche-Comté und Burgund ist jetzt der Radweg EuroVelo 6. Der „blaue Faden“ dieses Europaradweges sind die großen Ströme Loire, Rhein und Donau. In der Region zieht er sich am Rhein-Rhône-Kanal, am Loire-Seitenkanal, am „Canal du Centre“ und den Flüssen Saône, Loire und Doubs entlang. Belfort, Montbéliard, Baumes-les-Dames, Besançon, Dole, Verdun-sur-le-Doubs, Chalon-sur-Saône und Montceau-les-Mines liegen am Weg und warten darauf, von Radtouristen entdeckt zu werden.

 

Im regionalen Naturpark des Morvan kommen sportliche Mountainbikefahrer auf ihre Kosten. Die „Grande Traversée du Morvan (GTM)“ durchzieht das Gebiet über 330 Kilometer von Nord nach Süd. Es werden Höhenzüge überquert, die Strecke führt an typischen Dörfern und an den großen Seen vorbei und es ist auch möglich mit Uchon, und Mont-Beuvray wahre Perlen des Burgund kennen zu lernen. Auf dem Weg warten sieben Waschstationen und es gibt eine spezielle Gütecharta für Unterkünfte, die Mountainbikefahrer empfangen. Die GTM wird jetzt auch für E-Mountainbikes angeboten, die für den besonderen Adrenalinschub sorgen und leicht wieder aufladbar sind.

 

Für alle Radrouten in Burgund-Franche-Comté ist der Service bestens. Das Gütesiegel „Accueil Vélo“ zeichnet Leistungsträger auszeichnet, die ganz auf Radtouristen eingestellt sind. Auf den Internetseiten des Tourismusamtes kann man sich über Sehenswürdigkeiten informieren und sehen, wo etwa eine Weinprobe lockt.

 

Informationen: http://de.franche-comte.org und   http://www.burgund-tourismus.com

 

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Burgund-Franche-Comté ist eine Großregion im Osten Frankreichs, die am 1. Januar 2016 entstand.  Sie ist mit 47.784 km² etwa so groß wie Niedersachsen und zählt ungefähr 2.820.000 Einwohner. Die wichtigsten Städte dieser Region sind Dijon und Besançon.  Es gibt in der Region drei Gebirgszüge, die Südvogesen, das Juragebirge zur Schweizer Grenze und das Morvan mit einem regionalen Naturpark im Westen von Burgund. Die Saône und der Doubs durchziehen das Gebiet, und auch die Seine entspringt hier. Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten gehören die Basiliken von Vézelay und Paray-le-Monial, das Hôtel-Dieu von Beaune, die Zitadelle von Besançon und die Abtei von Cluny. Burgund ist besonders für den Weinanbau und pittoreske Winzerdörfer weltweit bekannt. In der Franche-Comté erreicht die höchste Erhebung fast 1.500 Meter. Das ganze Gebiet bietet eine äußerst abwechslungsreiche Natur mit mannigfachen Möglichkeiten für sportliche Freizeitaktivitäten und ein außerordentliches Kulturerbe. Von Deutschland sind es nur etwa 60 Kilometer bis nach Belfort, im Osten der Region, die auch gut mit Hochgeschwindigkeitszügen über Frankfurt zu erreichen ist. Über die Flughäfen von Genf, Lyon und Basel ist Burgund-Franche-Comté ebenfalls erreichbar.

Fremdenverkehrsamt Bourgogne-Franche-Comté

Kontakt : Marie-Hélène VERNEREY, mh.vernerey@bfctourisme.com

Tel. +33 (0)3 81 25 08 12 / Mobil +33 (0)6 32 03 74 76

Deutschsprachiges Pressedossier Bourgogne-Franche-Comté 2017

Fotos zum Downloaden: https://we.tl/yUz6GshgJU  (der Link ist nur einige Tage aktiv. Gerne schicken wir Ihnen auf Anfrage auch Fotos per Mail).

Redaktionskontakt: Jörg HARTWIG FD

Jörg HARTWIG FD, 13 rue de Gravelle, 25660 Morre (Besançon), FRANKREICH,

Tel. : +33 (0)9 73 18 46 23, jorg.hartwig@aliceadsl.fr , www.jorghartwig.fr

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Naturschauspiel Wasser im Departement Doubs

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Wasser ist im französischen Departement Doubs nahe der Schweizer Grenze allgegenwärtig. Nicht etwa dass es hier besonders viel regnen würde aber Quellen, Flussläufe, Wasserfälle und Seen gehören zu den großen Sehenswürdigkeiten. Im Fremdenverkehrsamt der regionalen Hauptstadt Besançon werden Trinkflaschen, sogenannte „Bisontine Nomade“ verkauft, die man mit Leitungswasser füllen kann. Das Leitungswasser ist hier so rein, dass es willkommener Durstlöscher ist – viel billiger natürlich als Wasser aus dem Supermarkt. 50.000 der 120.000 Einwohner von Besançon erhalten ihr Leitungswasser aus den Quellen von Arcier, die etwa 10 Kilometer nord-östlich des Stadtzentrums liegen. Diese Quellen wurden schon zu gallo-römischen Zeiten genutzt und das Wasser durch Leitungen am heutigen „Square Castan“ neben dem Gebäude des Regionalrates  in ein Verteilerbecken gespeist.  Die Quellen von Arcier lassen sich bei einem kurzen Spaziergang von einem Wanderparkplatz gut besuchen. Vorbei an einem Privatbesitz mit alter Mühle und Kapelle trifft man auf mehrere Karstquellen, die mit gewaltigem Druck aus den Felsen schießen. Das Schauspiel ist beeindruckend!

Der historische Stadtkern von Besançon wird vom Doubs umspült. Der 453 Kilometer lange Fluss entspringt in 946 Meter Höhe bei Mouthe und fließt über die Saône in die Rhône. Er hat dem ganzen Departement seinen Namen gegeben. Besonders an der Schweizer Grenze ist der Doubs sehr spannend und eindrucksvoll. Bei Villers-le-Lac, hinter dem See von Chaillexon, kommt es zu einem gewaltigen Naturschauspiel. Der Fluss stürzt einen 27 Meter hohen Wasserfall herab und setzt dann seinen Lauf durch die Schluchten des Jura fort. Bei der Schneeschmelze und nach kräftigen Niederschlägen sind die Wassermassen umso wuchtiger.

Nicht weit entfernt vom „Saut du Doubs“ sind weitere spektakuläre Wasserfälle zu bestaunen. Am Ende des Felskessels „Consolation“, der bis zu 350 Meter hohe Steilwände aufweist, stürzt das Wasser der Dessoubre-Quellen aus 47 Meter Höhe in die Tiefe. Der Ort mit einem alten Kloster wird von dem Verein „Artisans de Paix“ (Schöpfer des Friedens) verwaltet.

Weiter westlich ist die Karstquelle der Loue unbedingt einen Umweg wert. Aus einer Höhle unterhalb einer riesigen Felssteilwand ergießt sich die bedeutende Quelle, die von dem bekannten französischen Maler Gustave Courbet im 19. Jahrhundert vierzehnmal gezeichnet wurde. Die Quelle ist eigentlich der Wideraustritt des Wassers des Doubs. Das ist 1901 nachgewiesen worden, nachdem bei einem Brand in der Fabrik Pernod in Pontarlier 600.000 Liter Absinth ausgelaufen waren. Zwei Tage später fand man Spuren von Absinth und gelb-goldene Farbstoffe mit grünlichem Schimmer in der Loue… Von diesem Unfall abgesehen gilt die Loue als äußerst sauber und ist selbst als einer der schönsten Flüsse Europas für das Fliegenfischen ausgezeichnet. Auch Kanu- und Kajakfahrer tummeln sich gerne auf dem Fluss.

Eine weitere sehenswerte Karstquelle ist die „Source du Lison“ bei Nans-sous-Sainte-Anne. Das Quellwasser strömt aus einem riesigen Höhlenportal unterhalb einer Felswand hervor und stürzt dann einen Wasserfall herab. Dieser Ort war der Ursprung für die französische Gesetzgebung zum Umweltschutz: Dem Abgeordneten Charles Bauquier gelang es 1902 den Umbau des Wasserfalles zu einer Wasserleitung zu stoppen.

Wer diese Sehenswürdigkeiten erkundet hat, kann sich im Anschluss am See von Saint-Point etwa 15 Kilometer von Pontarlier erholen. Die Wasserfläche hat eine Länge von sieben Kilometer und ist einen Kilometer breit. Baden, Angeln, Segeln sind möglich. Ein Wanderweg führt einmal um den See herum. Und im Winter verwandelt sich der „Lac de Saint-Point“ in eine riesige Eislaufbahn.

Informationen: www.doubs.travel

Aussicht auf Besançon

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Oberhalb von Besançon, der Hauptstadt der französischen Region Franche-Comté, gibt es ein Franziskanerkloster, in dem heute vier Mönche leben. Bruder Boris ist der Pilger, Bruder Jacques der Sänger, Bruder Max der offizielle Exorzist der Diözese. Und Bruder Vincent spült gerne Geschirr. Das hat einen guten Grund: aus der Küche des Klosters ist die Aussicht auf die Stadt einfach phantastisch!

Aber auch neben dem Kloster, von der Kapelle „Chapelle des Buis“, in 460 Meter Höhe, bietet sich für jedermann ein großartiger Blick auf die stolze Stadt, die schon seit alten Zeiten als Festung ausbebaut ist. Cäsar hatte die strategische Lage an einer riesigen Schleife des Flusses Doubs erkannt. Diese Schleife wird südlich von einem gewaltigen Felsvorsprung abgeschlossen und ließ sich so leicht verteidigen. Aus der Zeit der Römer stammt noch die „Porte Noire“, ein Triumphbogen, der nicht, wie der Name vermuten lässt, schwarz ist. Ganz in der Nähe wurde 1802 der berühmte Schriftsteller Victor Hugo geboren. Ein Museum erinnert dort an seine Kämpfe und sein Lebenswerk.

1674 wurde die Stadt vom Sonnenkönig Ludwig XIV erobert und Frankreich angegliedert. Aus dieser Zeit stammt auch die Zitadelle, die sich direkt unter uns über elf Hektar erstreckt. Festungsbaumeister Vauban hat sie von 1668 bis 1711 angelegt. Seit 2008 gehört die Festung, die sich 118 Meter über der Stadt erhebt, zum Weltkulturerbe der UNESCO. Um die riesige Anlage bestens zu nutzen, wurden darin gleich mehrere Museen und sogar ein Zoo eingerichtet. Daher ist es nicht erstaunlich, in nur wenigen hundert Metern vom Stadtzentrum, Löwengebrüll zu hören. Die Zitadelle ist ein beliebtes Ausflugsziel  und gehört mit zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der ganzen Region.

Unterhalb der Zitadelle erhebt sich die Kathedrale Sankt Johannes mit ihren, für die Franche-Comté typischen, glasierten Dachziegeln auf dem Kirchturm. Im Vergleich zu anderen Kathedralen mag Sankt Johannes eher bescheiden anmuten, birgt aber dennoch zahlreiche Schätze in ihrem Inneren. So etwa das berühmte Gemälde „Die Jungfrau mit den Heiligen“, das Fra Bartolomeo 1512 in Rom geschaffen hat. Zudem ist die astronomische Uhr ein wahres mechanisches Wunderwerk. Sie wurde von 1857 bis 1860 von Auguste Lucien Vérité geschaffen und zählt mehr als 30.000 Einzelteile. Sie zeigt neben der Uhrzeit den Tag, die Jahreszeit, die Uhrzeit an 16 Orten des Globus, die Gezeiten in acht Häfen, den Sonnenaufgang und -untergang.

Überhaupt ist Besançon als Hauptstadt der französischen Uhrmacherindustrie bekannt. Das war ein bisschen in Vergessenheit geraten, wird aber jetzt wieder mit neuen Betriebsansiedelungen deutlich. Die Uhrmacherei mit vielen Kleinteilen hat auch dazu geführt, dass Besançon heute auf Mikrotechnik spezialisiert ist. Über diese Aktivitäten erfährt der Besucher Einiges im „Musée du Temps“, dem „Museum der Zeit“. Es ist im Stadtpalast von Nicolas Granvelle, Kanzler des Kaisers Karl V. im 16. Jahrhundert, eingerichtet.

Beim Blick auf die Altstadt fällt die blau-gelbe Farbe der Häuser auf. Der Stein wurde im nahen Wald von Chailluz abgebaut, der zum Stadtgebiet gehört. Der komplette Bereich im Inneren der Doubs-Schleife ist denkmalgeschützt. Damit hat Besançon das zweitgrößte denkmalgeschützte Stadtviertel Frankreichs. Ein weiteres Viertel am gegenüberliegenden Flussufer gehört ebenso zum geschützten Bereich: Battant. Es ist sehr volkstümlich und war früher ein Winzerdorf. Heute finden sich dort eher nordafrikanische Spezialitätenhändler. Über den „Pont de Battant“ geht es zur „Großen Straße“ und zur Innenstadt. Die Brücke ist erst vor kurzem im Rahmen des Strassenbahnbaus erneuert und verbreitert worden. Zahllose Verliebte haben hier bereits mit einem an das Brückengitter befestigten Schloss ewige Treue geschworen.

Sicherlich sind viele dieser Liebenden, wie 20.000 andere, als Studenten in der Universität der Franche-Comté eingeschrieben. Bei so vielen jungen Menschen ist die 120.000 Einwohner zählende Stadt  natürlich sehr lebendig und aktiv. Auf der „Place de la Révolution“  findet ein quirliger Wochenmarkt statt, befindet sich das Museum der schönen Künste, ein Kino und eine täglich geöffnete  Markthalle. In der nahen „rue Bersot“ reihen sich Bars an Restaurants. Etwas weiter rechts ist die „Cité des Arts“ das Zentrum der Künste, eine beeindruckende architektonische Leistung des 21. Jahrhunderts. Der japanische Architekt Kengo Kuma ist besonders auf das moderne Dach stolz, das mit seinen Photovoltaikmodulen, Glas und Aluminium von unserem Standort gut zu erkennen ist.

Aber der Blick von der „Chapelle des Buis“ schweift noch weiter über die neueren Stadtviertel von Besançon und bis zur Autobahn A36. Die alte Festungsstadt mit modernem Lebensstil ist damit leicht von Freiburg zu erreichen.

Praktische Informationen:

Besançon, ist als grünste Stadt Frankreichs ausgezeichnet. Sie liegt in der Region Burgund-Franche-Comté und bietet anerkanntermaßen eine außerordentlich hohe Lebensqualität. Seit 1986 trägt die Stadt die Auszeichnung „Stadt der Kunst und Geschichte“. Im Ballungsraum von Besançon leben 180.000 Einwohner.

Anreise

Die Stadt liegt etwa 200 Kilometer süd-westlich von Freiburg im Breisgau. Besançon liegt an der Autobahn A36-E60, Abfahrten 4.1, 4 und 3.