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Tropisches Flair im Pays de Montbéliard: Tourismusamt setzt auf Bananen statt Broschüren
Montbéliard, 1. April – Was früher undenkbar war, ist heute offenbar nur noch eine Frage des richtigen Düngers – und des Klimawandels. Im Osten Frankreichs, genauer gesagt im Pays de Montbéliard, sollen künftig Bananen wachsen.
Das örtliche Tourismusamt kündigte heute mit sichtlichem Stolz ein ambitioniertes Begrünungsprojekt an. Aufgrund „deutlich spürbarer klimatischer Veränderungen mit leicht tropischem Flair an besonders sonnigen Nachmittagen zwischen 14:00 und 14:07 Uhr“ habe man beschlossen, die Außenfassade des Gebäudes großflächig mit Bananenpflanzen zu bestücken.
Besonders bemerkenswert: Das Tourismusamt befindet sich in unmittelbarer Nähe zum historischen Schloss der Herzöge von Württemberg. Damit könnten Besucherinnen und Besucher künftig einen Spaziergang unternehmen, der sie in wenigen Schritten vom europäischen Kulturerbe direkt in eine – zumindest botanisch – tropische Welt führt. „Ein einzigartiger Kontrast zwischen Geschichte und Banane“, so ein begeisterter Sprecher.
„Warum sollten nur ferne Länder exotische Früchte bieten?“, erklärte dieser weiter. „Wir bringen die Tropen einfach nach Montbéliard – nachhaltig, lokal und mit einem Hauch Urlaubsgefühl direkt vor der Haustür.“
Die geplanten Bananenstauden sollen nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch wirtschaftlich genutzt werden. Besucherinnen und Besucher können die vor Ort gereiften Früchte künftig direkt am Tourismusamt erwerben – frisch gepflückt zwischen Informationsschalter und Fahrradverleih.
Neben dem kulinarischen Aspekt erhofft sich die Region einen Imagegewinn: „Montbéliard – das kleine Tahiti des Doubs“ lautet ein inoffizieller Arbeitstitel für zukünftige Werbekampagnen.
Allerdings möchte das Amt nichts überstürzen. Bevor die ersten Bananenstauden ihre Wurzeln schlagen, wird die Bevölkerung aktiv einbezogen. In einer aktuell laufenden Umfrage sollen Bürgerinnen, Bürger und potenzielle Gäste ihre Meinung zur ökologischen und ethischen Vertretbarkeit des Projekts äußern.
Besonders diskutiert werden Fragen wie:
- Können Bananen glücklich in Ostfrankreich sein?
- Fühlen sich Einheimische durch plötzlich auftretende Tropenstimmung überfordert?
- Und: Ist es moralisch vertretbar, Bananen mit Blick auf ein historisches Schloss wachsen zu lassen?
Interessierte sind herzlich eingeladen, ihre Einschätzung telefonisch unter der Nummer 0033 (0)9 73 18 46 23 mitzuteilen. Jede Meinung zählt – unabhängig davon, ob sie fruchtig, kritisch oder leicht gekrümmt ist.
Das Tourismusamt betont abschließend, dass man „für alle Eventualitäten gewappnet“ sei. Sollte das Projekt wider Erwarten scheitern, prüfe man bereits alternative Kulturen wie Ananas im Kreisverkehr oder Kokospalmen entlang der Radwege.
Bis dahin gilt: Bleiben Sie gespannt – und vielleicht schon bald auch ein bisschen tropisch.
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Touristische Informationen:
Office de Tourisme du Pays de Montbéliard
1 rue Henri Mouhot, F-25200 Montbéliard
Tel.: +33 (0)3 81 94 45 60
www.paysdemontbeliard-tourisme.com
———–Das „Pays de Montbéliard“ ist ein französischer Gemeindeverband an der burgundischen Pforte mit 140.000 Einwohnern und der zentralen Stadt Montbéliard. Das Gebiet über 450 km² liegt südlich der Vogesen und nördlich des Jura. Freizeit im Freien ist daher mit Wanderungen im Juragebirge, Hausbootfahrten und Radtouren auf dem Fernradweg EuroVélo6 ein Genuss. Die Stadt selbst blickt auf 400 Jahre Württembergische Vergangenheit zurück, wurde protestantisch geprägt und ging mit Ludwigsburg die erste deutsch-französische Partnerschaft nach dem 2. Weltkrieg ein. Zu den großen Sehenswürdigkeiten gehören das Schloss und das Peugeot-Museum. Zum Jahresende erstrahlt die Stadt im Glanz der „Lumières de Noël“ und bietet einen berühmten Weihnachtsmarkt. Geschichtsinteressierte besuchen das römische Theater von Mandeure in der Nähe. Im Umland weiden die typischen Montbéliard-Kühe, die auch die Milch für den Comté-Käse liefern. Zur lokalen Gastronomie gehören nicht nur Räucherwürste (Saucisses de Montbéliard) sondern auch alle französischen Spezialitäten. Die Stadt ist etwa 120 Kilometer von Freiburg/Breisgau entfernt und auch gut über einen TGV-Bahnhof von Frankfurt/Main zu erreichen.
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